Archiv für Juni 2008
Aktuelle Entwicklung des “Jade Weser Port“
Mittwoch, 04. Juni 2008Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „MIT im Dialog“ mit Jürgen Holtermann als Vorsitzender der Geschäftsführung der Hafenmanagementgesellschaft informierten sich Mitglieder und Gäste am 27.05.2008 über die aktuelle Entwicklung des “Jade Weser Port“. Eindrucksvoll stellte Jürgen Holtermann das Jahrhundertbauwerk dar und zeigte die Dimensionen, die Bedeutung und die Notwendigkeit auf, den Tiefwasserhafen zügig voranzubringen und wies auf die wirtschaftliche Bedeutung angesichts erheblicher Zuwachsraten im Containerverkehr und immer größer werdender Schiffe hin. Dass die Firma Eurogate den Zuschlag zum Betrieb des Jade Weser Ports erhalten hat, die ihrerseits einen Teil ihrer Anteile an den Maersk-Konzern verkauft hat, der wiederum weltweit an ca. 40 Containerhäfen Beteiligungen hält, ist lt. Holtermann ein Glücksfall für das Land Bremen.
„Durch den Betrieb des tideunabhängigen Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven und der damit verbundenen Ansiedlung von Lositikdienstleistern und hafennaher Industrie und Gewerbe“ so Jürgen Holtermann, „wird Wirtschaftskraft generiert für den gesamten strukturschwachen nordwestdeutschen Wirtschaftsraum. Zugleich werden Impulse erwartet für den Arbeitsmarkt durch die Schaffung von ca. 2.000 Arbeitsplätzen“.
Bei der anschließenden Diskussion wurde die Bedeutung des Überseehafens für die Seestadt Bremerhaven von den Teilnehmern hervorgehoben und eine zügige Hafenanbindung gefordert um die Entwicklung des Überseehafens nicht zu gefährden. Die MIT unterstützt Forderungen des CDU-Fraktionsvorsitzenden Thomas Röwekamp, dass der Präsident des Senats Jens Böhrnsen sich persönlich in Berlin dafür einsetzen muss, die Gelder für einen Hafentunnel in Höhe von rd. € 260 Mio. einzuwerben. „Diese Hafenanbindung“, so Karin Tuczek, die als stellv. Kreisvorsitzende die Veranstaltung moderierte, „ ist nicht nur eine nationale sondern schon fast eine internationale Aufgabe, da wir über unsere Häfen Güter in die ganze Welt liefern über Amerika, Australien bis nach Asien hinein. Da ist der Bund gefordert eine vernünftige zukunftsgerichtete Lösung zu finanzieren. Und darum hat sich der Präsident des Senats zusammen mit seinem Wirtschaftssenator zu kümmern und alle Hebel in Bewegung zu setzen, damit wir endlich zu einer Lösung kommen.“ Außerdem fordert die MIT den Häfensenator auf, die entsprechenden Mittel für Infrastrukturmaßnahmen im Hafen bereitzustellen. Die im Haushalt vorgesehenen Anschläge sind völlig unzureichend für die weitere Entwicklung dieses Standortes.





